Unregelmäßige Periode in der Pubertät: Was ist noch normal?

Unregelmäßige Periode in der Pubertät: Was ist noch normal?

In den ersten Jahren nach der ersten Periode kann der Zyklus unregelmäßig sein. Das liegt oft daran, dass sich die hormonelle Steuerung noch einspielt. Trotzdem solltest du sehr lange Blutungspausen, anhaltend starke Blutungen oder deutliche Beschwerden ansprechen – besonders, wenn du dich dadurch schwach oder krank fühlst.1

Wie lange darf ein Zyklus dauern?

Bei Jugendlichen sind Zyklen zwischen etwa 21 und 45 Tagen häufig. Ein Kalender oder eine App kann helfen, den ersten Blutungstag, die Dauer und Beschwerden festzuhalten. Eine App stellt keine Diagnose und muss keine intimen Angaben enthalten. Einfache Notizen reichen.

Welche Gründe kann ein unregelmäßiger Zyklus haben?

Neben der normalen Reifung können Gewichtsveränderungen, hoher Trainingsumfang, Stress, chronische Erkrankungen oder bestimmte Medikamente eine Rolle spielen. Auch eine Schwangerschaft ist – wenn Sex stattgefunden hat – eine mögliche Ursache für eine ausbleibende Blutung. Es ist sinnvoll, offen und ohne Scham mit einer vertrauten Fachperson zu sprechen.

Wann ist ärztlicher Rat wichtig?

Wenn zwischen Blutungen wiederholt mehr als 90 Tage liegen, die Blutung sehr stark ist, länger als sieben Tage anhält oder Schmerzen Schule und Alltag beeinträchtigen, vereinbare einen Termin. Bei starker Schwäche, Ohnmacht oder sehr raschem Durchbluten brauchst du rasch Hilfe.2

Muss ich den Zyklus „stabilisieren“?

Nahrungsergänzungsmittel mit Mönchspfeffer oder anderen Pflanzen sind keine pauschale Lösung für unregelmäßige Blutungen und sollten bei Jugendlichen nicht ohne medizinische Rücksprache genommen werden. Erst muss geklärt werden, was hinter dem Muster steckt. Auch ein Produkt, das für Erwachsene gedacht ist, ist nicht automatisch für Teenager geeignet.

Quellen

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