Starke Blutung bei Jugendlichen: Wann sollte ich Hilfe holen?

Starke Blutung bei Jugendlichen: Wann sollte ich Hilfe holen?

Wenn eine Jugendliche während der Periode sehr häufig Binde oder Tampon wechseln muss, nachts wegen der Blutung aufwacht oder sich müde und schwindelig fühlt, sollte sie medizinischen Rat bekommen. Starke Blutungen sind behandelbar; bei Jugendlichen können sie gelegentlich auch auf eine Blutgerinnungsstörung hinweisen.1

Was bedeutet „zu stark“?

Die Menge lässt sich zu Hause schwer exakt messen. Wichtiger ist, ob die Blutung den Alltag beeinträchtigt, länger als etwa sieben Tage dauert, große Blutklumpen auftreten oder Kleidung und Bettwäsche regelmäßig durchblutet werden. Notiere Blutungstage, Produktwechsel und Beschwerden, damit das Gespräch konkreter wird.

Welche Ursachen kommen infrage?

In den ersten Jahren sind Zyklen ohne regelmäßigen Eisprung häufiger; die Gebärmutterschleimhaut kann dann ungleichmäßig aufgebaut und abgestoßen werden. Es gibt aber auch andere Ursachen. Ärztinnen und Ärzte können unter anderem Blutarmut, Eisenmangel und Hinweise auf eine Gerinnungsstörung prüfen. Eine Untersuchung bedeutet nicht automatisch eine vaginale Untersuchung.

Was passiert bei der Abklärung?

Meist beginnt es mit Fragen zu Blutungsmuster, Medikamenten und Familiengeschichte sowie gegebenenfalls einer Blutuntersuchung. Bei sehr starker laufender Blutung mit Atemnot, Ohnmacht, Herzrasen oder ausgeprägter Schwäche ist dringende medizinische Hilfe nötig.

Kann ein Nahrungsergänzungsmittel die Blutung regulieren?

Ein Produkt mit Safran, Mönchspfeffer, Ingwer, Magnesium und Vitaminen sollte nicht ohne Abklärung zur „Zyklusregulierung“ eingesetzt werden. Döderlein P-M-S Biotic enthält diese Stoffe in einer bestimmten Erwachsenendosis; Studien zu einzelnen Pflanzenextrakten belegen keine Wirkung der Kombination bei starker Blutung. Gerade bei Jugendlichen ist eine individuelle Beratung wichtig.

Quellen

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