PMDS oder starkes PMS: Wann reichen Selbsthilfetipps nicht?

PMDS oder starkes PMS: Wann reichen Selbsthilfetipps nicht?

Wenn depressive Stimmung, starke Reizbarkeit, Angst oder andere Beschwerden vor der Periode so ausgeprägt sind, dass Beziehungen, Arbeit oder Schule leiden, kann eine prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS, international PMDD) vorliegen. Das ist behandelbar und verdient eine sorgfältige Abklärung – du musst dich nicht mit „PMS ist eben so“ abfinden.1

Wie unterscheidet sich PMDS von PMS?

Bei beiden können körperliche und psychische Symptome in der zweiten Zyklushälfte auftreten und nach Beginn der Blutung abklingen. Bei PMDS stehen starke Stimmungssymptome im Vordergrund und die Beeinträchtigung des Alltags ist deutlich. Zur Einordnung werden Symptome täglich über mindestens zwei Zyklen dokumentiert. Das verhindert, dass eine Depression oder Angststörung, die unabhängig vom Zyklus besteht, übersehen wird.

Welche Behandlungen gibt es?

Je nach Beschwerden können Psychotherapie, bestimmte Antidepressiva oder hormonelle Optionen besprochen werden. Die Entscheidung hängt von deiner Vorgeschichte, Verhütungswünschen und möglichen Risiken ab. Eine gynäkologische oder psychotherapeutische Ansprechperson kann mit dir abwägen.1

Können Safran oder Mönchspfeffer helfen?

Eine kleine placebokontrollierte Studie untersuchte 30 mg Safran täglich bei PMS, eine weitere 120 Frauen mit PMDS und 15 mg zweimal täglich. Das sind erste Hinweise, kein Ersatz für etablierte Behandlung und kein Beleg für jedes Nahrungsergänzungsmittel. Döderlein P-M-S Biotic enthält 28 mg Safranextrakt und 12 mg Mönchspfefferextrakt plus Ingwer, Magnesium, Vitamine und Bakterienkulturen. Die Gesamtmischung wurde nicht in diesen Studien geprüft.23

Wann brauche ich sofort Hilfe?

Wenn du daran denkst, dir etwas anzutun oder dich nicht sicher fühlst, warte nicht auf den nächsten Zyklus: Wende dich an eine vertraute Person, eine ärztliche Notaufnahme oder den örtlichen Krisendienst. Bei akuter Gefahr ruf den Notruf.

Quellen

1. ACOG. Management of Premenstrual Disorders, 2023.

2. Agha-Hosseini et al. Crocus sativus L. in treatment of PMS, 2008.

3. Rajabi et al. Saffron for Management of PMDD, 2020; plus Produktinformation, abgerufen am 02.10.2026.

Inhaltsverzeichnis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert